St. Johannes Baptist Rietberg

Vermutlich schon um 1200 wurde Rietberg als Pfarrei von Neuenkirchen abgetrennt. 1269 wird ein Pfarrer Heinrich genannt. 1533 führten die Grafen von Rietberg die Reformation ein. 1610 kehrte mit der Grafschaft auch die Pfarrei Rietberg zum katholischen Glauben zurück. 1618 beriefen die Grafen Franziskaner nach Rietberg und errichteten für sie ein Kloster mit der St. Katharinenkapelle. Von 1623-1628 und von 1875-1887 war das Kloster geschlossen. 1821 kam die Pfarrei mit dem Dekanat Rietberg vom Bistum Osnabrück an das Bistum Paderborn. Mit dem Verkauf der Grafschaft Rietberg an Friedrich Ludwig Tenge ging auch das Patronat an Kirche und Pfarrstelle auf die Familie Tenge über.
Auf dem ehemaligen Wasserschloss Rietberg hatten die Grafen eine eigene St. Johanniskapelle, die zusammen mit dem baufälligen Schloss 1813 abgebrochen wurde. Die Kapelle wurde bis dahin von dem Vikar in Neuenkirchen verwaltet. In einem Grenzvergleich zwischen den Bischöfen von Osnabrück und Paderborn wurde Mitte des 17. Jahrhunderts festgelegt, dass das Schloss zur Diözese Paderborn gehören solle. 1748 hatten die Grafen am Ende des Johannisweges die Johannes-Nepomuk-Kapelle durch den Baumeister Franz Christoph Nagel, Paderborn, mit ausdrücklichem Nutzungsrecht durch den Ortspfarrer errichten lassen.

(Quelle: Erzbischöfliches Generalvikariat (Hrsg.), Real Schematismus des Erzbistums - Westlicher Teil, 1988)